Schmetterling © Gerd Altmann, pixelio
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Apotheken im Test
Beratung oft “mangelhaft”, Online-Apotheken günstiger

Falscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte oder abgelehnte Rezepturen, Fehler beim Blutdruckmessen, Lichtschutzfaktor falsch erklärt: Das kann passieren, wenn man seinen Apotheker fragt. Bei einem Test von 20 Apotheken schnitten dementsprechend über die Hälfte mit "mangelhaft" oder "ausreichend" ab, nur eine einzige war "gut", so die Stiftung Warentest.

Exemplarisch hat die Stiftung Warentest 20 Apotheken in Berlin getestet, die wegen ihrer Standorte in Einkaufszentren und Bahnhöfen eine hohe Besucherzahl haben und sich mit ihrem Sortiment auf verschiedene Bedürfnisse der Kunden einstellen. Das Ergebnis der insgesamt 160 Testbesuche ist auch deshalb enttäuschend, weil sich Apotheken als "unabhängige Gesundheitszentren" verstehen.

Beim Einreichen eines Rezeptes wurde die Herstellung des verschriebenen Mittels in vier Apotheken mit der Begründung abgelehnt, dass sich die Bestellung der Substanzen nicht “lohne” oder dass diese angeblich nicht erhältlich seien. Bei der Beratung zu Medikamenten wurden nur in einer Apotheke alle drei Testfälle vollständig und richtig erläutert. Keine Apotheke überzeugte beim Blutdruckmessen, und schlechten Rat bekamen auch Testerinnen, die in der Apotheke wissen wollten, was man gegen die Konzentrationsschwierigkeiten des Sohnes unternehmen könne. Auch die Beratung zu Sonnenschutzmitteln und Lichtschutzfaktor war zum Teil falsch.

Der Preis in den Präsenz-Apotheken ist fast immer gleich. Laut Verbraucherzentrale NRW halten sich die Apotheker in 90 Prozent der Fälle an die unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller.

Online-Apotheken deutlich preiswerter

Billiger geht es im Internet. So genannte Online-Apotheken bieten Preisnachlässe von teilweise über 50 Prozent. Mit in die Kalkulation sollte man allerdings die Versandkosten einbeziehen. Versandkostenfrei liefern fast alle Online-Apotheken nur ab einem bestimmten Mindestbestellwert. Dieser liegt bei einigen wenigen bei 10 Euro, kann aber auch bis zu 100 Euro betragen.

Besonders geeignet sind die Online-Apotheken für die Bestellung von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und anderen frei erwerbbaren Produkten, die nicht akut benötigt sondern geplant werden können. In diesen Fällen kann man das Sparpotenzial voll ausschöpfen.

Einmal geordert wird das Medikament beim Anbieter versandfertig gemacht. Binnen von 48 Stunden muss es die Apotheke verlassen haben. Insgesamt dauert es drei bis vier Tage bis es beim Kunden ankommt.

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(Stand Juli 2008. Alle Angaben ohne Gewähr.)