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Versicherungen überprüfen Jede Menge Sparpotenzial
Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig. Der Anblick des Kontos in der zweiten Monatshälfte ist meist ernüchternd. Doch wo kann gespart werden? Unser Rat: Nehmen Sie sich mal Ihre Versicherungen vor. Rund 3000 Euro gibt jeder Privathaushalt im Schnitt jährlich für die unterschiedlichsten Policen aus. Trotzdem fehlt es teilweise an den elementaren und wirklich wichtigen Versicherungen. Wer welche Versicherungen braucht, hängt auch von Alter und Lebenssituation ab.
Privathaftpflicht
Rund 30 Prozent haben keine Privathaftpflichtversicherung, die schon für 40 bis 60 Euro im Jahr zu haben ist. Sie springt ein, wenn man einem anderen Schaden zufügt. Wenn Sie zum Beispiel mit dem Rad unterwegs sind und einen schweren Verkehrsunfall verursachen, springt die Privathaftpflichtversicherung ein. Wer keine hat, haftet mit dem eigenen Vermögen. Je nach Schadenssumme ist da der finanzielle Ruin bedrohlich nahe.
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Berufsunfähigkeit
Keine Kür sondern Pflicht ist auch die Berufsunfähigkeitsversicherung – da sind sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf der einen und der Bund der Versicherten (BdV) auf der anderen Seite einig. Nach Angaben des BdV fällt bereits heute jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte durch Berufs- und Erwerbsunfähigkeit aus, bevor er das Rentenalter erreicht hat. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat nicht einmal jeder Dritte.
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Hausrat
Die weniger wichtige Hausratversicherung hingegen haben fast 80 Prozent der Haushalte abgeschlossen. Auch hier lohnt sich jedoch ein Vergleich, den die Preisunterschiede sind enorm, wie die Stiftung Warentest immer wieder feststellt. Der gleiche Schutz kostete bei einer Erhebung beim teuersten Anbieter mehr als drei Mal so viel wie bei der günstigsten Offerte.
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Studenten brauchen wenig
Je nach Lebenssituation sind unterschiedliche Versicherungen sinnvoll. Wer noch durch die Uni-Hallen wandelt, hat nur geringen Versicherungsbedarf. Studenten sind noch in der Privathaftpflichtversicherung der Eltern - sofern diese versichert sind - mitversichert. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung schwimmen Studenten noch innerhalb der Familienversicherung bei den Eltern mit, wenn der Eigenverdienst monatlich nicht 350 Euro übersteigt. Selbst den Hausrat können Studenten noch über die Eltern absichern, wenn sie in einem Zimmer am Studienort zur Miete wohnen, der Lebensmittelpunkt aber noch zu Hause ist. Dagegen unverzichtbar ist die eigene Berufsunfähigkeitsversicherung. Für den Fall dass ein Student auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls nie arbeiten kann, steht ihm so gut wie nie eine Erwerbsminderungsrente zu. Während Auslandsreisen sollten Studenten, die gesetzlich versichert sind, eine private Auslandskrankenzusatzversicherung abschließen, die auch für kleines Geld zu haben ist.
Das Nötigste für Jobstarter
Der Berufsanfänger benötigt eine eigene Kranken- und Privathaftpflichtversicherung. Bereits bestehen sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung und auf Reisen ins Ausland eine Auslandsreisekrankenversicherung. Die Leistungen in der gesetzlichen Krankenkasse sind zu weit über 90 Prozent identisch. Als gesunder, junger Mensch kann man daher beruhigt zu einer günstigen Krankenkasse gehen. Die Beitragssätze starten bei etwa 12 Prozent und reichen bis weit über 14 Prozent - hälftig zu tragen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Eine Hausratversicherung ist nur sinnvoll, wenn die Wohnung besonders hochwertig ausgestattet ist oder teure technische Geräte gelagert werden. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, um an den Aufbau einer Altersvorsorge zu denken. Die meisten Deutschen setzen dabei auf eine private Rentenversicherung. Die Altersvorsorge soll hier jedoch außen vor bleiben.
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Familie verursacht Kosten
Wer sich das Ja-Wort gegeben hat - egal ob Hochzeit oder eingetragene Lebenspartnerschaft - kann in einigen Fällen Versicherungen zusammenziehen. Familientarife gibt es beispielsweise innerhalb der Privathaftpflichtversicherung und auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Dort sind nicht nur die Kinder beitragsfrei mitversichert, sondern auch der Ehepartner, sofern er nicht über mehr als 350 Euro monatliche Einkünfte verfügt. Noch wichtiger ist jetzt die Berufsunfähigkeitsversicherung, denn der Ausfall des Einkommens bringt viele Familien schnell in finanzielle Not. Eine Hausratversicherung macht jetzt in den meisten Fällen Sinn. Wer Kinder hat, sollte eine Kinderinvaliditätsversicherung abschließen. Diese Versicherung zahlt eine Rente, wenn der Versicherte auf Grund einer Krankheit invalide wurde oder wenn ein Unfall die Ursache war. Sie ist also einer klassischen Unfallversicherung vorzuziehen. Für die Eltern ist darüber hinaus eine Risikolebensversicherung empfehlenswert, damit für den Fall der Fälle die Restfamilie finanziell abgesichert ist.
Die eigene Immobilie
Wer baut, braucht vorübergehend eine Bauherren-Haftpflichtversicherung. Sie zahlt zum Beispiel wenn ein Kind von einer ungesicherten Terrasse fällt. Außerdem sind eine Feuerrohbauversicherung und eine Bauleistungsversicherung unerlässlich. Nach dem Einzug münden diese Versicherungen in eine Wohngebäudeversicherung. Diese haftet bei Schäden durch Feuer, Sturm und Hagel. Sie ist für jeden Eigentümer Pflicht. Wer einen Öltank besitzt muss prüfen, ob der Privathaftpflichtvertrag auch Verunreinigungsschäden durch auslaufendes Heizöl abdeckt. Ist dies nicht der Fall, muss eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.
In der Rente geringerer Versicherungsbedarf
Wer das Arbeitsleben hinter sich gelassen hat sollte alle bestehenden Versicherungen überprüfen. Wirklich nötig sind nach wie vor die Krankenversicherung, die Privathaftpflichtversicherung und oft die Hausratversicherung. Wer viel und auch ins Ausland auf Reisen geht, sollte immer eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen laufen in der Regel mit dem Eintritt ins Rentenalter aus.
(Stand Mai 2008, alle Angaben ohne Gewähr.)
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